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Gebrauchsempfehlungen

Alle Instrumente sind für ihre spezifischen Anwendungen entwickelt und konstruiert. Unsachgemäßer Gebrauch führt zu Schäden an Geweben, vorzeitigem Verschleiß, Zerstörung der Instrumente und einer Gefährdung des Anwenders, des Patienten oder Dritter.

Sachgemäße Anwendung

- Es ist darauf zu achten, dass nur technisch und hygienisch einwandfrei gewartete und gereinigte Tubinen sowie Hand- und Winkelstücke eingesetzt werden.

- Instrumente so tief wie möglich einspannen.

- Instrumente vor dem Ansetzen an das Objekt auf Drehzahl bringen.

- Verkanten oder Hebeln ist zu vermeiden; erhöhte Bruchgefahr.

- Verwendung von Schutzbrillen wird je nach Anwendung empfohlen.

- Unsachgemäße Anwendung führt zu schlechten Arbeitsergebnissen und erhöhtem Risiko.

- Beachten Sie die mit den Instrumenten mitgelieferten Gebrauchsanweisungen.


Drehzahlempfehlungen

Das Nichtbeachten der maximal zulässigen Drehzahl führt zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko!

- Die Einhaltung der Drehzahlempfehlungen führt zu besten Arbeitsergebnissen.

- Lange und spitze Instrumente neigen bei Überschreitung der maximal zulässigen Drehzahl zu Resonanzschwingungen und führen zur Zerstörung des Instruments.

- Bei Arbeitsteil-Durchmessern über Schaftstärke können bei zu großen Drehzahlen starke Fliehkräfte auftreten, die zu Verbiegungen des Schaftes und/oder zum Bruch des Instrumentes führen können. Die maximal zulässige Drehzahl keinesfalls überschreiten.

- Die maximal zulässige Drehzahl entnehmen Sie bitte den Angaben auf der Verpackung.


Anpresskräfte

Überhöhte Anpresskräfte vermeiden, da dieses bei schneidenden Instrumenten zur Beschädigung der Schneiden führt. Gleichzeitig tritt eine erhöhte Wärmentwicklung ein.

- Überhöhte Anpresskräfte führen bei Schleifinstrumenten zum Ausbrechen der Schleifkörner und zur überhöhten Wärmeentwicklung.

- Überhöhte Anpresskräfte führen durch Überhitzung zu einer Schädigung der Pulpa. Ausgebrochene Schneiden erzeugen rauhe Oberflächen. Ein Instrumentenbruch ist nicht auszuschließen.


Kühlung

- Zur Vermeidung unerwünschter Wärmeentwicklung ist eine ausreichende Kühlung mit einem Luft-/ Wasserspray (mind. 50 ml/min) sicherzustellen.

- Für FG -Instrumente mit einer Gesamtlänge von über 22 mm oder einem Kopfdurchmesser über 2 mm ist zusätzliche Außenkühlung erforderlich.

- Unzureichende Wasserkühlung führt zu einer irreversiblen Schädigung des Zahnes und des Gewebes.


Aussortierung

- Ausgebrochene und unförmige Schneiden verursachen Vibrationen. Hohe Anpresskräfte führen zu ausgebrochenen Präparationskanten und rauhen Oberflächen.

- Blanke Stellen bei Diamanteninstrumenten können Hinweise auf stumpfe Instrumente sein. Dies führt zu überhöhten Temperaturen und zur Schädigung der Pulpa.

- Verbogene, nicht rund laufende Instrumente müssen sofort aussortiert werden. Stumpfe und ausgebrochene Instrumente führen zu hohen Andruckkräften und erhöhen so die Arbeitstemperatur. Dies führt zu einer Schädigung der Pulpa.


Reinigung, Desinfektion, Sterilisation

Bei der Desinfektion und Sterilisation ist unbedingt darauf zu achten, dass das gewählte Verfahren für das jeweilige Instrument geeignet ist.

- Vor dem erstmaligen Einsatz am Patienten und sofort nach jedem Gebrauch müssen rotierende Instrumente desinfiziert werden, gereinigt und sterilisiert werden. Bis zum erstmaligen Einsatz soll die Aufbewahrung in der Originalverpackung bei Zimmertemperatur staub- und feuchtigkeitsgeschützt erfolgen.

- Die Aufbewahrung von rotierenden Instrumenten soll in hygienisch gewarteten Ständern, Schalen oder anderen geeigneten Behältnissen erfolgen. Entsprechendes gilt auch für sterilisierte Instrumente und Instrumente in Sterilisiergutverpackungen. Die Lagerung muss staub-, feuchtigkeits- und rekontaminationsgeschützt erfolgen.

- Bei nicht korrisionsgeschützten Instrumenten müssen Desinfektions- und Reinigungsmittel mit Korrosionsschutz verwendet werden.

- Der Kontakt mit H2O2 (Wasserstoffsuperoxyd) ist zu vermeiden. Hartmetall-Arbeitsteile werden angegriffen und beschädigt. Reduzierung der Standzeit.

- Temperatur über 180°C vermeiden. Eine Überschreitung führt zur Reduzierung der Standzeit.

- Rotierende Instrumente aus Hartmetall und nicht rostsichere Instrumente werden Thermodesinfektor angegriffen. Dies führt zu Verfärbungen und einer geringeren Standzeit.

- Benutzungsweise, Einwirkdauer und Eignung von Desinfektions- und Reinigungssubstanzen für bestimmte Instrumentenarten sind den Angaben der Hersteller dieser Mittel zu entnehmen.

Thermodesinfektor generell ungeeignet!


Lagerung

- Instrumente trocken lagern.

- Instrumente vor Sonne und Hitze schützen

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